Es war mein Mann, der im Januar 2002 sagte: „Du, in Pforzheim gibt es eine Gemeinde, die einen Pfarrer sucht. Die haben eine Gymnastikhalle und einen Meditationsraum - klingt, wie für Dich gemacht!“ Tja, jetzt arbeite ich im achten Jahr hier. Viele, die ich getauft habe, gehen schon in meinen Unterricht.
Viele, die in meinem Unterricht waren, sind schon von mir konfirmiert worden. Viele, die bei meiner Einführung dabei waren, habe ich schon beerdigt. Manche Gemeindeangebote, die es vor meiner Zeit gab, blühen immer noch. Manches ist einfach vorbei. Wir haben ganz schön tolle Dinge hingekriegt. Menschen, die die Gemeinde jahrzehntelang getragen haben, sind immer noch „Säulen der Gemeinde“. Viele Menschen haben mir in privaten und beruflich harten Zeiten zur Seite gestanden. Von manchen Familien kenne ich vier Generationen. Es ist schön, es ist ein Vorrecht, dessen ich mir überaus bewusst bin: Viele, viele Menschen zu begleiten, ein Stück Leben mitzubekommen. Dieses Vertrauen genießen, dass Menschen das Schönste, was sie kennen und das Schwerste, das sie tragen, mit mir teilen.
Manchmal gibt es Zeiten, da beugt sich die Arbeit auf - und ich komme sehr ins Rennen. Dann wieder gibt es Zeiten, da ist Ruhe, um darüber nachzudenken, was jetzt verändert werden sollte und wie wir das am Besten angehen. Projekte und Ideen habe ich noch so viele - es gibt noch jede Menge Dinge, die ich gar nicht ausprobiert habe. Dazu kommt, dass durch uns (die Ältesten, meinen Mann und mich) Initiativen entstehen und sich entwickeln, über die ich mich einfach freue. Zum Beispiel die Gospelgottesdienste oder die Jugendkirche.
Im November war meine Mutter auf Besuch. Wir gingen morgens mit den Hunden in den Schrebergärten spazieren. Als wir vom Spaziergang zurückkamen, war meine Mutter sehr nachdenklich. Sie sagte nach einer Weile: „Überall kennen Dich die Leute, sie haben sogar vom Balkon ‚Hallo Frau Elstner!‘ gerufen. Die Menschen freuen sich, Dich zu sehen.“ Stimmt - und ich freue mich, die Leute zu sehen. Eigentlich kein schlechtes Zwischenergebnis, oder?
Freut euch im Herrn und nochmals sage ich: Freut Euch!
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